Lenin: Ein Leben im Zeichen der Revolution

Wladimir Iljitsch Uljanow (22. April 1870 – 21. Jan. 1924); russischer Politiker Wladimir I. Uljanow – genannt Lenin – wurde am 22. April 1870 in Simbirsk an der Wolga geboren. Nach dem Abitur studierte er an der Petersburger Universität Jura, jäh unterbrochen durch eine Verbannungsstrafe wegen seiner Beteiligung an studentischen Unruhen.

 

Lenin
Wladimir I. Lenin um 1920.

1891 gelang ihm dennoch der erfolgreiche Abschluss des Examens. Er wurde Rechtsanwalt und radikalisierte sein politisches Denken als Anhänger der Arbeiterbewegung. 1895, nach seiner aktiven Beteiligung an der Gründung des “Kampfbundes zur Befreiung der Arbeiterklasse”, folgte seine Verhaftung und die Deportation nach Sibirien. Hier verbrachte er die Jahre 1897 bis 1900 und heiratete seine Geliebte und politische Unterstützerin Nadeschda Krupskaja.

 

Lenins Politisierung geschah bereits mit 17 Jahren durch die Hinrichtung seines Bruders wegen angeblicher Beteiligung an einem Mordanschlag auf den Zar. Die aus dem Schockerlebnis resultierende Idee des Leninismus sah die Errichtung einer Partei zur Heranführung der unterdrückten Arbeiterklasse an die Revolution vor. An der politischen Umsetzbarkeit seines Programms arbeitete Lenin weitestgehend im Exil.

1917, während des Ersten Weltkriegs, dann seine große Chance: Mit deutscher Hilfe gelang seine legendäre Reise aus der Schweiz über Schweden und Finnland zurück nach Russland, wo er die bereits entfachte Revolution zusammen mit Leo Trotzkij in den erhofften bolschewistischen Umsturz zu kanalisieren vermochte. Der Zar: Vergangenheit. Politische Gegner: so gut wie ausgeschaltet. Lenin hatte sein Ziel fast erreicht und installierte als Vorsitzender des Rats der Volkskommissare die “Diktatur des Proletariats”.

Im März 1918 erfolgte die Ratifizierung des Friedensvertrags von Brest-Litowsk mit dem Deutschen Reich. Der Krieg war nun zwar vorbei, doch innenpolitisch entlud sich der Druck in erneuter Gewalt. Im Bürgerkrieg gelang den “Roten” bis 1920 die Festigung der Machtposition auf russischem Boden, und die Revolution sollte nach Lenins Willen auch international Früchte tragen. Dies gelang jedoch lediglich in Teilen, auch weil ihm gesundheitlich bedingt schlichtweg die Zeit ausging. Ein Schlaganfall zwang Lenin ab 1922 zunehmend zum Rückzug aus dem politischen Leben. Er verstarb am 21. Januar 1924 in Gorki bei Moskau.


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