Wladimir Putin - Alles ist möglich

Wladimir Putin (geb. am 07. Okt. 1952); russischer Politiker

Der politische Werdegang des 1952 in Sankt Petersburg geborenen Wladimir Wladimirowitsch Putin bis an die Spitze der russischen Regierung ist stark von seinen jahrelangen Geheimdiensttätigkeiten geprägt. Gleich nach dem Jurastudium trat Putin dem KGB bei, wo er bis 1991 in der Abteilung für Auslandsspionage arbeitete. Währenddessen war er für mehrere Jahre in der DDR stationiert.

 

Wladimir Wladimirowitsch Putin
Wladimir W. Putin.

Zu Beginn der 90er Jahre dann der steile Aufstieg: Über verschiedene leitende Funktionen in der Petersburger Stadtverwaltung schaffte er 1997 unter Präsident Boris Jelzin den Sprung auf die höchste politische Ebene. Er wurde Chef des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB (1998) und anschließend von August 1999 bis Mai 2000 Ministerpräsident.

Er war nun in den Schaltzentren der russischen Politik angekommen. Nach dem Rücktritt Jelzins (31.12.1999) führte er zunächst interimistisch das Amt des russischen Präsidenten aus, um am 26. März 2000 auch offiziell bestätigt zu werden. Bereits im ersten Wahlgang.

Innenpolitisch stand für Putin als Staatsoberhaupt zunächst die Konsolidierung des russischen Haushaltes im Vordergrund. Mithilfe zahlreicher Gesetzesinitiativen gelang es seiner Regierung, das Land in eine Art „staatlich gelenke Demokratie“ umzubauen, was im Ausland immer wieder auch kritische Fragen nach seinen wahren Motiven laut werden lässt.

Außenpolitisch pflegt Putin eine pragmatische Zusammenarbeit mit der EU und den Vereinigten Staaten, die stark energiewirtschaftlich geprägt ist. Doch auch mit Indien und China, den Wachstumsmärkten der Gegenwart und Zukunft, pflegt sein Land in zunehmendem Maße wirtschaftsstrategische Partnerschaften.

Als unbestritten größter Makel seiner bisherigen Ära ist der Zweite Tschetschenien-Krieg anzusehen, der in den Jahren 1999 und 2000 viele Soldaten und Zivilisten das Leben kostete. Und auch nach dem offiziellen Waffenstillstand blieb der Konflikt stets ungelöst, was die blutigen Geiselnahmen im Moskauer Dubrowka-Theater (2002) und einer Schule in der russischen Provinzhauptstadt Beslan (2004) aufs Bitterste dokumentierten.

Inzwischen ist Putin, seit 2012, Präsident der russischen Föderation; ein Amt, dass er bereits von 2000 bis 2008 innehatte. Eine abschließende Einordnung und Bewertung seines politischen Wirkens muss jedoch noch warten, denn auch inZukunft wird er, aus welcher Position auch immer, größtmöglichen Einfluss auf die Geschicke "seines" Landes ausüben (wollen).


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